http://m-way.ch
m-way Filialen
Nächst gelegene Shops von Userposition
Nächstgelegene Shops
A–Z

Wie schnell soll es sein: 25 oder 45 km/h?

Überlegungen zum Kaufentscheid

Inhaltsverzeichnis

1. Pflichten und Verbote
2. Unsere Entscheidungshilfe
3. Welcher Fahrtyp bin ich?
4. Topographie und Einsatz
-
1. Obligations et interdictions
2. Aide à la décision
3. Quel type de cycliste suis-je ?
4. Topographie et domaine d'utilisation

Freude am E-Bike haben

Die Wahl der unterstützten Geschwindigkeit ist entscheidend, denn das E-Bike darf nachträglich nicht umgerüstet werden, obwohl dies technisch möglich wäre. Wer also lange Freude an seinem E-Bike haben möchte, muss sich mit den Geschwindigkeitsklassen auseinandersetzen. Alle motorisierten Fahrzeuge werden aufgrund der Leistung und des Gewichts vom Gesetzgeber kategorisiert und die max. Geschwindigkeit festgelegt. Je schneller, schwerer oder stärker ein Fahrzeug ist, desto mehr Beschränkungen gibt es in der entsprechenden Kategorie.

Das ist bei E-Bikes nicht anders: E-Bikes mit 25 km/h Tretunterstützung sind mit Ausnahme der Altersbegrenzung, den normalen Velos gleichgestellt. Solche mit 45 km/h weisen bereits einige Besonderheiten auf. E-Bikes, die noch schneller fahren oder leistungsfähigere Motoren haben, rutschen entweder in die nächst höhere Kategorie oder dürfen nur auf Privatstrassen verwendet werden.


Quelle: Stromerbike

Hier findest du sämtliche S-Pedelecs aus unserem Sortiment!

 

Gut zu wissen: Was heisst 45 km/h-Unterstützung

Pflichten

  • Fahrausweis- und Fahrzeugausweispflicht (im Ausland relevant!)
  • Helmpflicht (im Ausland teils Integralhelm vorgeschrieben, z.B. Österreich, Italien und Dänemark!)
  • Gelbes Nummernschild mit gültiger Versicherungs-Vignette
  • Rückspiegel obligatorisch

Verbote

  • Fahrverbot auf Wanderwegen
  • Fahrverbot für Motorfahrräder (Töffli-Symbol) muss eingehalten werden
  • Fahrverbot auf Radwegen im Ausland, z.B. Frankreich

m-way_restriktionen-45kmh_de

Unsere Entscheidungshilfe

Folgende Fragen sollte man sich stellen:
Frage 1: Was für ein Fahrtyp bin ich und worauf lege ich besonders Wert?
Frage 2: Wo und wie bin ich am häufigsten unterwegs (Kindertransport, Topographie usw.)?

Wenn diese Antworten gefunden sind, ist es ein Leichtes zu entscheiden, ob man sich ein «normales» E-Bike oder ein sogenanntes S-Pedelec zutut.

Hier findest du noch weitere Regeln für Elektrovelos und E-Bikes!

 

Frage 1: Welcher Fahrtyp bin ich?

 

Typ 1: Der sportliche Fahrer

Er ist mit dem Rennvelo oder City-Bike flott unterwegs und fährt in der Freizeit viel Velo. Dieser Typ wird mit einem normalen E-Bike nicht glücklich. Die Abriegelung des Motors bei 25 km/h ist eine starke Zäsur! Unser Tipp: Unbedingt bei m-way vorbeigehen und einige Runden mit unseren Testrädern drehen. Dann kann auch gleich der Motorentyp (Bosch, Shimano, Panasonic) usw. getestet werden.

Typ 2: Die Berufspendlerin

Sie fährt zwar vorwiegend in der Stadt, doch der Arbeitsweg führt über Velowege und Strassen ausserorts. Und dort möchte sie flott vorankommen. Entspannt und ohne zu schwitzen anzukommen ist wichtiger. Dass sie dafür einen Helm tragen muss, stört sie nicht. Ein 45 km/h E-Bike ist ein absolutes Muss. Das S-Pedelec spielt seine Vorteile vor allem ab Strecken von 10 km und Fahrzeiten von 20 Minuten und mehr aus, dann ist auch der Zeitgewinn markant, wie folgendes Beispiel zeigt. Fahrzeit für 12 km: 30 Min. bei ø 24 km/h; 20 Min. bei ø 36 km/h.

Typ 3: Take it easy

Ihr E-Bike hat einen schicken Berceau- oder bequemen Damen-Rahmen. Der Akku ist unter dem Gepäckträger oder im Mittelrohr eingelassen und ein Velohelm ist für die gestylte Frisur ein Graus.  Ein klarer Fall für ein 25 km/h E-Bike. Dieser Typ schätzt es besonders, dass man sich nicht jedes Jahr um die Vignette für das Nummernschild kümmern muss. Ein S-Pedelec bringt keine Vor-, sondern nur Nachteile.

Typ 4: Walter und Marianne, pensioniert

Walter ist passionierter Velofahrer, ein E-Bike kommt für ihn nicht in Frage. Aber Marianne mag das Tempo von Walter nicht halten und muss immer hinterher hecheln. Ein klarer Fall für ein 25 km/h E-Bike mit starkem Motor. So kommt Marianne auch auf Wanderwegen gut mit und das Einkaufen mit dem Shopper fällt viel leichter als früher. Die Leistung mit einem Velo über längere Zeit durchschnittlich 30 km zu fahren, wird von den meisten Velofahrern krass unterschätzt. Ein S-Pedelec würde den Frust also nur umkehren, denn dann würde Marianne ihrem Walter einfach davonfahren.

Typ 5: Reto, Familienvater, 2 Kinder

Reto bringt die beiden Kleinen morgens mit dem Anhänger in die Krippe, dann geht’s zur Arbeit. Da die Krippe etwas erhöht am Berg liegt, fällt die Auffahrt aufgrund der hohen Zuglast sehr stark ins Gewicht. Darum möchte Reto mit Unterstützung fahren. Nur, reicht ein einfaches E-Bike? Reto muss aufs Geld achten. Die Preisunterschiede zwischen den 25 und den 45 km/h-E-Bikes sind deutlich gesunken, bestehen aber immer noch. Ausstattung und Zubehör erhöhen den Anschaffungspreis zusätzlich. Dito die Batterie: je grösser und stärker, desto teurer. Reto ist auch mit einem 25 km/h sicherlich sehr gut bedient.

 

Frage 2: Topographie und Einsatz

 

Typ 1: Städtisches Gebiet mit wenig Steigungen, vorwiegend Kurzstrecken < 10 km
m-way_topographie_staedtisch-urbanBeispiele: Basel, Biel, Winterthur, Thun, Zürich (Innenstadt)

Wer sich ausschliesslich in diesem städtischen Gebiet mit vielen Tempo 30 Zonen bewegt, der muss sich wirklich überlegen, ob er ein S-Pedelec braucht. Messungen haben ergeben, dass Fahrer hier überwiegend mit nur Ø 30 km/h unterwegs sind. Ein 25 km/h E-Bike ist völlig ausreichend. Werden längere Distanzen zurückgelegt, kann ein 2. Ladegerät Abhilfe schaffen, um nicht in Kalamitäten zu kommen.

Typ 2: Agglomeration mit wenig Hügeln und moderaten Steigungen, mittlere Distanzen (10–15 km)
Beispiele: Olten, Liestal, aber auch Städte der Voralpen entlang der Seen und Flussebenen wie Brienz, Interlaken, St. Moritz oder Chur

m-way_topographie_rural-agglomerativFür Gelegenheitsfahrer reicht eine 25 km/h-Lösung mit einem etwas leistungsfähigeren Akku, der eine grössere Reichweite garantiert. Bei Pendler und Pendlerinnen stellt sich die Frage, wie schnell diese vorwärtskommen wollen. Nur, wenn eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht werden kann, ist ein S-Pedelec sinnvoll. Oft wird aber völlig übertrieben: eine mittlere Motorisierung reicht völlig aus. Neben Motor und Batterie soll auch ein Auge auf die Schaltgruppe geworfen werden: Sie muss genau auf den Motor abgestimmt sein.

Typ 3: Städte und ländliche Gebiete mit Steigungen und/oder längeren Distanzen ≥ 20 km Beispiele: Lausanne, Fribourg, Spiez oder Grindelwald

m-way_topographie_alpins-steil_bergePer se braucht es hier nicht zwingend ein S-Pedelec. Ein sehr starker Motor mit entsprechendem Akku, wie wir dies von E-Mountainbikes kennen, kann eine gute Wahl sein. Und zwar selbst dann, wenn noch ein Anhänger gezogen werden muss. Wichtig am Berg ist das Drehmoment (Bewegungskraft) des Motors. Drehmomente von 55–70 Nm sind ideal. Beim Antrieb sollte man auf jeden Fall eine Kette mit Wechsler oder dann eine stufenlose Nabenschaltung wählen. Ein S-Pedelec ist angezeigt, wenn die Strecke möglichst schnell zurückgelegt werden soll.