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Herzroute - Die Schweiz per E-Bike

Herzroute

Herzroute kontaktieren

Bahnhofstrasse 14
3400 Burgdorf

034 408 80 99 www.herzroute.ch mail@herzroute.ch

Willkommen auf der Herzroute

Radwandern ist Zeitgeist. Genussvoll, mühelos und erlebnisorientiert dank E-Bike. Die Herzroute hat den Markt für das E-Bike-Wandern neu definiert. Die Velowanderroute mit der Nummer 99 verbindet seit 2015 mit 13 abwechslungsreichen Tagesetappen den Bodensee mit dem Genfersee und bietet einen eindrücklichen und unbekannten Zugang zur ländlichen Schweiz, elegant, urig, authentisch. Auf ihren 720 Kilometern führt die Herzroute durch 17 historische Altstädte, an 20 Seen vorbei und meistert nicht weniger als 12‘000 Höhenmeter. Gäste aus dem In- und Ausland suchen nach genau dieser Schweiz.

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Ein Abenteuer durch vier historische Kleinstädte

Abschnitt Romont – Laupen

63 km, 650 Höhenmeter / 9.5 km Naturwege / 5-6h Fahrzeit

Von der ehemaligen Ritterstadt Romont folgt die Herzroute einem ruhigen Höhenzug nach Osten, wobei die Aussicht immer grossartiger wird. Der Blick auf die Alpen ist an klaren Tagen famos und das Velofahren gleicht einem Gleitschirmflug über die Anhöhen. Nach und nach verliert die Route an Höhe, um sich schliesslich in einen düsteren Wald hinein zu wagen, der zu einer einsamen Talschaft hinab führt. Es ist das Vallon de l’Arbogne, ein verborgenes Waldtal, dem man eine ganze Weile verkehrsfrei folgt. In Montagny weckt ein jäher Ritterturm den Veloreisenden und signalisiert das Ende der Abfahrt. Nach einem Aufstieg öffnet sich die Landschaft zu den Jura-seen hin, die mit etwas Glück auch bald erblickt werden können, zumindest einer davon. Bei Belmont Fruits stehen volle Äpfel und knackige Batterien zur Wegzehrung bereit. Frisch aufgeladen geht es weiter ins nahe Avenches, einst stolze römische Stadt mit unglaublichen 20‘000 Einwohnern und damit Hauptstadt Helvetiens.

Flyer in den Rebbergen im Lavaux VD Photo by Christof Sonderegger

Unweit von hier begrüsst uns mit Murten bereits das dritte städtische Kleinod. Mit seiner Hafenzeile strahlt es Mittelmeer-charme aus und macht es fast unmöglich, wieder aufzubrechen. Nach kurzem Aufstieg überrascht das Schloss Münchenwiler an strategischer Lage über dem See. Hier werden Ross und Reiter mit frischen Akkus und einer Köstlichkeit im Schlosshof verwöhnt. Gar ermattete Reisende finden im historischen Gemäuer beste Gastfreundschaft und ein Lager für die Nacht. Auf der letzten Passage dieser aussergewöhnlichen Etappe begegnet man dem geheimnisvollen Schiffenensee, der hinter dichtem Gehölz still wie ein norwegischer Fjord zwischen Felswänden liegt. Lautlos gleitet man seinen selten sichtbaren Ufern entlang und findet schliesslich das bernische Laupen, das als vierte mittelalterliche Stadt diese Etappe schliesst.

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Eine Symphonie aus Hügeln und Ausblicken

Abschnitt Burgdorf – Willisau

63 km, 820 Höhenmeter / 10.5 km Naturwege / 5-6h Fahrzeit

Der Klassiker unter den Herzroute-Etappen erfreute schon 2003 seine Gäste und begründete den Ruf der Herzroute als besonders reizvolle Veloroute über alle Hügel des Emmentals. Diesem Ruf wird die Etappe auch heute noch ge-recht, wenn sie die Reisenden in Lützelflüh plötzlich aus dem Talboden in eindrückliche Höhen entführt und sie fortan auf weiten Hanglagen dem Alpenpanorama und der ebenso nah wirkenden Jurakette entlang führt.

Photo by Christof Sonderegger

In Affoltern taucht man ein in die traditionelle und moderne Welt des Emmentalers, der in der Schaukäserei für manchen interessierten Blick und vielleicht auch für ein anerkennendes Verkostungslob sorgt. Hier bekommt man auch frische Akkus, um die Fahrt unbeschwert fortzusetzen. Das Emmental und der angrenzende Oberaargau (übrigens ein Teil des Kantons Bern) geizen nicht mit ihren grünen Reizen und lassen die Gäste in einer Schweiz, die es vor allem in Postkarten zu geben scheint, schwelgen. Im Bären Madiswil bekommen E-Bike und Reiter gleichermassen Nahrung vom Feinsten und werden im romantischen „Velogarten“ verwöhnt. Wer nicht gerade asketisch veranlagt ist, wird hier kaum einem Herzroute-Menu oder einer anderen Köstlichkeit aus der exquisiten Küche widerstehen können. Nur wenige Kilometer trennen die Herzroute vom FLYER-Werk in Huttwil, das südlich der Strecke liegt und sicherlich einen Abstecher wert ist, allerdings auch hier mit der Gefahr, einen dieser summenden Begleiter gleich bestellen zu wolllen. In Zell betritt man Luzerner Boden und radelt über genussvolle Nebenstrassen dem märchenhaften Städtchen Willisau entgegen, das die Reisenden stimmungsvoll empfängt. Das Härteste dieser Etappe allerdings haben Sie noch vor sich: Die berühmten Willisauer Ringli.

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Schluchten, Berge und rässer Käse

Abschnitt Herisau – Altstätten

43 km, 860 Höhenmeter / 5 km Naturwege / 4-5h Fahrzeit

Von Herisau startet die Herzroute in Richtung Appenzellerland, quert dabei aber noch ein kleines Stück Kanton St.Gallen, ja sogar Stadt St.Gallen. Der Gübsensee ziert als unerwartetes Kleinod die Strecke und lädt zu einem Bad, zu einem Picknick oder der Kombination von beidem ein. Der See ist eine menschengemachte Stauanlage, die sich aber als Naturinstallation tarnt und durchaus Kalenderqualitäten aufweist. Kurz darauf überwindet die Route die tiefen Schründe der Sitter, welche mittels halsbrecherischer Brücken überwunden wurden; eine davon atemberaubende 100 Meter hoch; ein Balanceakt zwischen Faszination und Albtraum. Wer den Akku in die Tiefe sausen lässt, kann mit einer einfachen physikalischen Formel die Höhenangabe überprüfen…

Velofahrer im Appenzellerland Foto by Christof Sonderegger

Das nun sich öffnende Appenzellerland bietet jene klassische Szenerie aus Streusiedlung, Kuhweiden und Alpstein, die jeder Tourist seit der Lektüre von Heidi in seinem inneren Auge eingeätzt bekommen hat. Mitten im Arrangement prangt der Säntis, schroffe Landmarke der gesamten Ostschweiz, sichtbar bis weit nach Süddeutschland, wo man sich die Berge am Wochenende gerne mal zu Gemüte führt. Gemächlich sucht sich die Herzroute ihren Weg nach Stein, wo sich mit der Appenzeller Schaukäserei ein folkloristisches Spektakel rund um den gleichnamigen Käse mit dem totgeschwiegenen Rezept der Kräutersulz rankt. Wer unbedingt will, kann hier den „rässen“ Typus kosten und sich danach wundern, wofür er eben Geld ausgegeben hat. Nach ein paar Versuchen aber adaptiert sich der Gaumen und verlangt nach einer weiteren Portion dieses appenzellischen Wasabi-Derivats. Am besten man kombiniert dieses kulinarischen Grenzerlebnis mit einem weiteren Halbliter „Saft“, was hier für Apfelwein steht, jenem vergorenen Extrakt knorriger Mostäpfel, welches jede Grösse Socken im Schuh eingehen liess. Heute ist das Geschichte und der „Saft“ kommt aus dem nahen Thurgau und lässt die Socken weitgehend in Ruhe. Schade eigentlich.

Nach wenigen Kilometern wechselt der Kanton ins Innerrhodische, wo alles noch eine Nuance knorriger und eigenwilliger ist, bis hin zu Volksentscheiden, die auch die Einheimischen nicht mehr richtig verstehen aber entschlossen vertreten. In Hasle leistet sich die Herzroute den Luxus eines Höhenflugs über den Leimensteig, der Natur, Kultur und Landschaft in selten aufdringlicher Schönheit feilbietet. Spätestens hier ist es Zeit für einen weiteren „Saft“ (fragen Sie nach einem Selbstgepressten), am besten genossen mit einem süssen Lebkuchen genannt „Biber“.

Appenzell selber ist das Postkartenidyll, das auf keiner Schweizreise fehlen darf. Das Dorf wirkt zuweilen etwas kitschig, was es den Ansammlungen von fernöstlichen Fans scheinbar schuldig ist, sodass der puristische Gast bald wieder reissaus nimmt und sich per Veloziped erneut in die Landschaft stürzt. Genüsslich wandelt man über die Hochebene von Eggerstanden und grüsst aufmerksam zuschauende Kühe (mit Hörnern), bevor man im düsteren Wald verschwindet, der den Abgang ins Rheintal und damit zurück in den Kanton St.Gallen bildet. 400 Höhenmeter weiter unten findet man sich in einem riesigen Talboden wieder, der von Chur herkommend den Rhein zwischen den Bergzeilen zum Bodensee führt. Am Talrand, leicht versteckt an sonniger Lage, findet man das Städtchen Altstätten, das kaum bekannt und doch von besonderer Schönheit ist. Das milde Klima mit dem warmen Föhn lässt hier überaus trinkbaren Wein entstehen, den man sich nach getaner Fahrt gerne gönnt und die Altstadtkulisse genüsslich auf sich wirken lässt.

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Weitere wunderschöne Strecken

Abschnitt Zug – Einsiedeln

40km, 1050m auf, 580m ab Anteile: ZG 31km, SZ 9km

Die Etappe Zug – Einsiedeln bietet einen anspruchsvollen und spektakulären Tagesausflug auf der Herzroute. In Zug startet die Fahrt in der romantischen Altstadt und windet sich alsbald den Hang hinauf. Auf einer ersten Ebene empfängt die Kapelle St.Verena, die den See überblickt. Eine lange Traversierung durch landschftlich reizvolle Räume mit Feuchtgebieten führt nach Unterägeri, dem stolzen Dorf am Ägerisee. Hier lässt man sich gerne auf eine Rast ein oder geniesst die Spezialitäten aus einer der Konditoreien. Weit über dem Ägerisee kommt die Strecke wieder aus den lauschigen Wäldern und bietet eine eindrückliche Aussicht auf die Berge. Man promeniert wie auf einer Balkonlage weit über dem See und geniesst den Blick auf die Berge. Ein weiteres Wegstück besucht das eindrückliche Hochmoor von Rothenturm, das durchfahren wird. Die Herzroute nimmt danach den fast autofreien Übergang des Chatzenstricks, um in die grossartige Kulisse von Einsiedeln einzufahren. In der Gegenrichtung ist die Etappe nicht minder interessant, bietet aber weniger Höhenmeter und ist daher leichter zu bewältigen. Für die Eröffnung der Strecke im 2015 wird eine Variante ohne Kloster Gubel ausgeschildert.

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Abschnitt Rapperswil – Wattwil

54km, 1050m auf, 840m ab Anteile: ZH 25km, SG 29km

Die Etappe bietet einen eindrücklichen Kontrast zwischen dem Raum Zürichsee und den Voralpen, die sich im Grenzgebiet der Kantone Zürich und St.Gallen ausbreiten. Ausgehend von der noblen Seepromenade Rapperswils sucht sich die Strecke ihren Weg über die Villenlagen ins langsam sich ausbreitende Hinterland. Dabei fallen die Feuchtgebiete und Hügellandschaften als prägende Elemente des Zürcher Oberlandes auf. Nach und nach gewinnt die Strecke an Höhe und erklimmt die Flanken des Bachtel, von wo sich ein toller Blick über fast den ganzen Zürichsee und die Alpen bietet. Die Strecke besucht das Tösstal, eine wenig bekannte Rückseite des Kantons Zürich und folgt einer rural reizvollen Talflanke, die teilweise bereits auf St.Galler Gebiet fällt. Wer genau hinsieht, spürt bereits die kulturellen Feinheiten, die den Wechsel ins Toggenburg ankündigen. Über das voralpine und ursprüngliche Goldingertal und den Ricken findet die Strecke den Zugang ins Toggenburg, das bereits die Nähe zum Appenzell anzeigt und landschaftlich kleinteilig den Veloreisenden bezaubert.

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Abschnitt Altstätten – Rorschach

39km, 980m auf, 1050m ab Anteile: SG 20.0km, AI 9.0km, AR 10km

Die Etappe Altstätten – Rorschach bildet den fulminanten Abschluss oder Start der Herzroute. Auf engem Raum werden unterschiedlichste Landschaftsräume, Kantone und Ortschaften durchfahren. Dabei erklimmt der Gast eine spektakuläre Sicht weit über dem Bodensee. In Altstätten beginnt ein langer aber geruhsamer Aufstieg auf der Ruppenstrasse. Ausser an Sonntagen ist hier kaum etwas los, im Gegenzug ist eine Abfahrt in der Gegenrichtung umso reizvoller. Oben auf der Krete wechselt man in den Kanton Appenzelle Innerrhoden und gelangt bald zum Aussichtspunkt „St.Anton“, der den Blick weit über das Rheintal und die Vorarlberger Alpen schweifen lässt. Über eine reizvolle und zerfurchte Landschaft tanzt die Strecke langsam wieder vom Aussichtspunkt hinab, wobei die Kantone Innerrhoden und Ausserhoden wild ineinander verschachtelt sind. Splendide Ausblicke auf den Bodensee folgen, wobei seine Dimensionen fast ganz zu erahnen sind. Entlang einer reizvollen Hanglage erreicht man Walzenhausen, einen kleinen Kurort in Balkonlage über den Bodensee. Eine Abfahrt trägt hinunter in die Talebene, wo das Städtchen Rheineck den Gast herzlich empfängt. Das letzte Stück übertrifft sich selber. Auf einer flachen Höhenlage promienert es sich weit über dem Bodensee, der sich stimmungsvoll 300m weiter unten ausbreitet. In Rorschach ist das Ziel erreicht; die Hafenstadt lässt die Seele und Beine auslüften und den See bei einem Getränk oder Bad geniessen. Mit der letzten Etappe findet die Herzroute einen würdevollen und spektakulären Schlusspunkt. Die 43km sind eine durchaus schöne Tagestour, zumal die Höhendifferenzen auch noch ihren Tribut zollen.

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